Februar 2020

Integration interdisziplinär: Individuelle Integration durch Sprache? Roger Fornoff im Gespräch mit Kristine Görgen.

Werkstatt-Gespräch des Institute Law & Society an der Humboldt-Universität zu Berlin

 

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„Sprache ist der Schlüssel zur Integration“ – ein viel zitierter Satz, wenn es um die Fähigkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe und um das Recht auf Einbürgerung geht. Die Sprachbeherrschung wird dabei nicht selten als Gradmesser sozialer Integrationswilligkeit von Menschen mit Migrationshintergrund instrumentalisiert. In diese Richtung zielen auch die durch das BAMF koordinierten so genannten Integrations- und Orientierungskurse, in denen zum einen Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 des GER und zum anderen Wissen zu den Werten, der Geschichte und Rechtsordnung Deutschlands zunächst vermittelt und anschließend abgeprüft werden.

Im dritten Werkstattgespräch der Reihe Integration, interdisziplinär soll das Verhältnis zwischen gesellschaftspolitischer Anspruchshaltung sowie den rechtlichen Rahmenvorgaben und dem, was das etablierte Kurssystem sowie die Teilnehmenden auf individueller Ebene leisten können, kritisch beleuchtet werden.

 

Roger Fornoff ist Leiter des Lehrbereichs „Deutsch als Fremdsprache“ an der Universität Köln.

Kristine Görgen ist vergleichende Bildungswissenschaftlerin und hat am Oxford University Centre for Educational Assessment promoviert.

Zur Ankündigung der Veranstaltung

 

 


 

Oktober 2020

 

Workshop „Normative Erstorientierung für Asylbewerber*innen mit unklarer Bleibeperspektive“

Vortrag am Diakonischen Werk Freiburglogo-diakonisches-werk-freiburg

 

 

 

 


 

September 2019

 

Kolloquium Sprache hoch drei:Schulische Wertevermittlung im Kontext von Deutsch als Zweitsprache

Vortrag an der Ruhr-Universität Bochum auf Einladung von Prof. Björn Rothfuss

 

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Januar 2019

 

Neuerscheinung:

 

Migration, Demokratie, Werte. Politisch-kulturelle Bildung im Kontext von Deutsch als Zweitsprache

 

 

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In der Debatte um die deutsche Migrationspolitik wird immer wieder die Bedeutung von gemeinsamen Werten für eine gelingende Integration betont. Dementsprechend ist im Jahr 2005 der „Orientierungskurs“ vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BaMF) eingerichtet worden, zu dessen Aufgaben es gehört, die Teilnehmenden mit den tragenden Leitwerten der Bundesrepublik Deutschland bekannt zu machen und sie zur Akzeptanz dieser Werte zu bewegen. Wie, mit welchen Mitteln, aber auch mit welchen Problemen und Schwierigkeiten diese anspruchsvolle Aufgabe in der Praxis umgesetzt wird, ist bislang jedoch, trotz des massiven öffentlichen Interesses an diesem Thema, weitgehend unerforscht geblieben.

Das vorliegende Buch liefert erste empirisch fundierte Erkenntnisse über die Arbeit der Demokratie- und Wertevermittlung in Orientierungskursen. Dabei geht es zunächst der Frage nach, was Werte überhaupt sind, wie sie sich herausbilden, in welcher Hinsicht sie eine kul­turelle und gesellschaftliche Relevanz beanspruchen können und welche theoretischen und didaktischen Konzepte zu ihrer Vermittlung existieren. Den Hauptteil der Untersuchung bildet eine qualitative empirische Studie, in deren Rahmen Kursleiter*innen in ausführlichen Gesprächen über Lehrerfahrungen, wertedidaktische Strategien und Vermittlungsprobleme sowie über normative Differenzen und Konflikte mit den Teilnehmenden Auskunft geben.

 


 

1. Februar 2019

 

Festkolloquium „Sprachen, Integration, Werte“

anläßlich des 30. Jubiläums des Fachverbandes Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und des 100. Bandes der Reihe „Materialien Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ an der Georg-August-Universität Göttingen

Vortrag zum Thema: Integration und Werte. Ein kritischer Blick auf den Orientierungskurs.

 

BILDER

 

 

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13- 15. November 2017

 

Zugehörigkeiten. Sprachliche und kulturelle Symbolisierungen.

2. Internationaler Workshop am Department of Modern Foreign Languages der Universität Stellenbosch, Südafrika

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Vortrag zum Thema: Colorblindness. Die Kritische Weißseinsforschung und das Problem rassialer Zugehörigkeit

 

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22. Juni 2017

 

Philosophischer Fakultätentag. JLU Giessen: Internationalisierung- Voraussetzung für Spitzenforschung und Innovation

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Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (Präsident der JLU und Vizepräsident des DAAD), Dr. Claudia Althaus (Programmdirektorin für die Geistes- und Kulturwissenschaften bei der DFG), Dr. Steffen Mehlich (Abteilungsleiter Förderung und Netzwerk der Alexander-von-Humboldt-Stiftung) und Prof. Dr. Roger Fornoff (Fachkoordinator Deutsch als Fremdsprache an der Türkisch-Deutschen-Universität Istanbul). Moderation: Prof. Dr. Cora Dietl.

 

Öffentliche Podiumsdiskussion „Internationalisierung“ am 22. Juni 2017 um 18.00 Uhr, Veranstaltungsort: Aula der JLU, Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Philosophischer Fakultätentag 2017 vom 22. bis 24. Juni 2017 an der JLU Gießen

 

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September 2017

 

Soeben erschienen:

Rezension zu Landeskunde und kulturwissenschaftliche Gedächtnisforschung in „Zeitschrift für interkulturellen Fremdsprachenunterricht“, Jg. 22, 1 (2017)

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Januar 2017

Neuerscheinung:

 

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Dialogisches Erinnern nach Aleida Assmann. Geschichtspolitik und Fremdsprachendidaktik in europäisch-transnationaler Perspektive. In: Camilla Badstübner-Kizik, Almut Hille (Hg.): Erinnerung im Dialog. Deutsch-Polnische Erinnerungsorte in der Kulturdidaktik Deutsch als Fremdsprache. Poznan: Universitätsverlag 2016.

 

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17.-19. November 2016

 

Zugehörigkeiten.

Internationale Konferenz am Herder-Institut der Universität Leipzig

 

 

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Vortrag zum Thema Generationalität – eine Kategorie für den kulturwissenschaftlichen DaF-Unterricht?

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Juni 2016

 

Neuerscheinung:

 

 

Landeskunde und kulturwissenschaftliche Gedächtnisforschung. Erinnerungsorte des Nationalsozialismus im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2016.

 

Das ursprünglich von Pierre Nora entwickelte Konzept der „Erinnerungsorte“ gehört inzwischen zu den zentralen Bezugspunkten der landeskundlich-kulturwissenschaftlichen Lehr-, Lern- und Forschungspraxis im Bereich von Deutsch als Fremdsprache. Während die bisherigen landeskundlichen Adaptionen dieses Konzepts jedoch vorwiegend an didaktischen Modellbildungen interessiert waren, fokussiert die vorliegende Studie erstmals theoretische und empirische Aspekte. In dieser Perspektive arbeitet sie zunächst die Theoriefundamente erinnerungsgeschichtlicher Landeskunde im Fach Deutsch als Fremdsprache heraus und erweitert sie gleichermaßen in Richtung einer Integration bislang unberücksichtigt gebliebener gedächtniswissenschaftlicher Ansätze wie in die einer Generierung gänzlich neuer konzeptioneller Perspektiven. Den größten Teil der Studie bildet eine qualitativ-empirische Langzeituntersuchung, in der (erinnerungs-)kulturbezogene Lernprozesse am Beispiel einer Lehrveranstaltung zum Thema „Erinnerungsorte des Nationalsozialismus“ erforscht werden. Die Befunde der Studie belegen eindrücklich das eminente didaktische Potential, das der Erinnerungsorte-Ansatz in landeskundlich-kulturwissenschaftlichen Vermittlungskontexten freizusetzen vermag.

Inhaltsverzeichnis als pdf

 

 


 

 

10.03.2016

 

43. FaDaF-Jahrestagung an der Universität Duisburg-Essen „DaZu und DaFür. Neue Perspektiven für das Fach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache“

 

Vortrag zum Thema Diskursfähigkeit und/oder Wertevermittlung. Konvergenzen und Divergenzen zwischen den Kulturstudien DaF und DaZ

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2.09.2015

Zehn Jahre Kulturstudien am Herder-Institut. Bestandsaufnahme und Perspektiven

 

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Vortrag im Rahmen der Tagung zum Thema Kulturstudien im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Entwicklungsstand und Entwicklungsperspektiven

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17.06.2015

Habilitation

Verleihung der venia legendi für das Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld nach einem Vortrag zum Thema Staatsästhetik. Architektur und bildende Kunst als Themen kulturwissenschaftlicher Landeskunde

 

 

Nach dem Habilitationsvortrag
Nach dem Habilitationsvortrag

 

 

 

Verleihung der venia legendi durch den Dekan der Fakultät Prof. Dr. Kai Kauffmann
Verleihung der venia legendi durch den Dekan der Fakultät Prof. Dr. Kai Kauffmann

 

 


 

Mai 2015

Aktueller Aufsatz:

Apologetik – Aktivierung von Stereotypen -mediale Interferenz. Fallstricke kulturbezogenen Lernens. In: Info DaF 42 (2015) 1, 43-70.
Abstract: Der vorliegende Artikel präsentiert Ergebnisse einer empirischen Forschungsarbeit zur Thematik kulturbezogenen Lernens, die im Studienjahr 2012/13 an der Germanistischen Abteilung der Universität Belgrad durchgeführt wurde. Im Blickpunkt stehen jedoch keine Beispiele gelungenen kulturellen Lernens; vielmehr geht es darum, wie und auf welche Weise kulturbezogene Lernprozesse im Sinne eines gesteuerten Lernens scheitern können, was sie verhindern, erschweren oder auf Abwege führen kann. Denn wie die empirischen Befunde der hier vorgestellten Studie zeigen, lernen Studierende oft nicht das, was sie nach Meinung der Dozentin lernen sollen, oder anders formuliert: Die von der Dozentin erwarteten und angesteuerten Lernziele sind häufig nicht identisch mit den tatsächlichen Lernresultaten der Studierenden. Die Steuerung kulturbezogener Lernprozesse ist mithin schwierig und funktioniert keineswegs immer. Im Folgenden werden drei unterschiedliche Modi des partiellen oder vollständigen Scheiterns kulturbezogener Sinnbildungsprozesse beschrieben. Ich habe sie Apologetik, Aktivierung von Stereotypen und mediale Interferenz genannt.

Pdf erst ab Februar 2016 verfügbar

 

 


 

 

 

Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Aktuelles Forschungs- und Publikationsprojekt:

Kulturdidaktische Modellbildung. Deutsch-polnische Erinnerungsorte im Fach Deutsch als Fremdsprache

1 Oktober 2014 – 30 September 2015 Poznań (Prof. Dr. Camilla Badstübner-Kizik), Łódź (Prof. Dr. Renata Cieslak), Berlin (PD Dr. Roger Fornoff), Göttingen (Prof. Dr. Almut Hille)

Kulturelles Gedächtnis, Erinnerungskulturen und Erinnerungsorte erleben eine ungebrochene Konjunktur. Dabei besitzen die derzeit im deutsch-polnischen Kontext entstehenden Arbeiten für eine Profilierung im Hinblick auf parallele, gemeinsame und geteilte Erinnerungsorte besonderes Gewicht. Das Projekt untersucht auf dieser Basis das sprach-, kultur- und mediendidaktische Potential von Erinnerungsorten für die akademische Ausbildung im Kontext Deutsch als Fremdsprache (DaF). Im Rahmen des Projekts erarbeiten Studierende in PL und D tragfähige Auswahlkriterien für die hochschuldidaktische Arbeit mit parallelen Erinnerungsorten und entwickeln auf dieser Grundlage akademische Unterrichtsmodelle. Die Ergebnisse werden in einem Workshop diskutiert und evaluiert, die Projektpublikation reflektiert den grenzüberschreitenden Arbeitsprozess und dokumentiert seine Ergebnisse. Dies bildet die Grundlage für geplante Folgeprojekte, deren Ziele u.a. in der empirischen Evaluierung der entwickelten Unterrichtsmodelle sowie in ihrer Weiterentwicklung für die Fortbildung von DaF-Lehrenden und für den schulischen DaF-Unterricht in Polen liegen. Langfristig tragen die Ergebnisse zu einer Erhöhung konkreter interkultureller Kompetenz sowie zu einer Zunahme an Sprach- Kultur- und Medienaufmerksamkeit unter Studierenden in D und PL bei. Darüber hinaus sind nachhaltige sprach-, kultur- und mediendidaktische Impulse für die akademische Ausbildung in D und PL zu erwarten.

 

 

Projektwoche zu parallelen Erinnerungsorten mit Studierenden aus vier Universitäten

Im Rahmen des Projektes “Kulturdidaktische Modellbildung. Deutsch-polnische Erinnerungsorte im Fach Deutsch als Fremdsprache” fand vom 02. bis 06. März 2015 eine Projektwoche in Berlin statt. Teilgenommen haben 23 Studierende aus den den Universitäten Poznań, Łódź, Göttingen und Berlin (FU), in 5 Teams erstellten sie didaktische Materialien zu den parallelen Erinnerungsorten “Rhein/Weichsel”, “Kniefall Willy Brandts/Brief der polnischen Bischöfe”, “Trabi/Maluch/Käfer”, “Nationalhymnen” und “Goethe/Mickiewicz”. Außerdem fanden 2 Methodikworkshops, 3 Vorträge, eine Filmvorführung und ein Besuch im Jüdischen Museum Berlin statt. Die didaktischen Materialien werden in Ausschnitten auf memodics.com der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, in Vorbereitung befindet sich außerdem eine umfangreiche Projektpublikation. Das gesamte Projekt wird gefördert durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

 

 

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Teilnehmer/innen des Projektseminars „Kulturdidaktische Modellbildung. Deutsch-polnische Erinnerungsorte im Unterricht Deutsch als Fremdsprache“